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Wir alle kennen diese Sätze, in denen es heißt, dass der Weg das Ziel ist, und andere Sprüche, in denen die Rede ist, dass das Ziel das Ziel ist.

 

Alles schön, gut und richtig.

 

Und dennoch. Bevor wir uns mit einem Ziel – und als Konsequenz daraus mit dem Weg dorthin –befassen, geht eine Phase des Nachdenkens, der Überlegung, der Abwägung voraus. Jedenfalls war und ist dies bei mir der Fall, und je größer das Ziel, umso länger die gedankliche Auseinandersetzung damit.

 

Es beginnt mit einem Traum. Ich würde gerne den Mount Everest besteigen. Ich würde gerne abnehmen. Ich würde gerne mit dem Rauchen aufhören. Ich würde gerne den Jakobsweg gehen. Und (zu oft) gibt man sich einfach die Antwort: Ich kann nicht, weil …

 

Wer einen Traum in just jenem Moment um die Ecke bringt, in dem er überhaupt aufkommt, hat keine Chance, daraus ein Ziel zu machen. Anstelle sich zu sagen, warum dieses und jenes nicht geht, sollte man weiterdenken und träumen und sich bildlich vorstellen, was wäre wenn: Wenn ich den Mount Everest besteige, wäre dies für mich auch ein Beweis dafür, dass ich alles erreichen kann, was ich will. Wenn ich abnehme, würden meine Arbeitskolleginnen und kollegen meine Willenskraft bewundern. Wenn ich mit dem Rauchen aufhöre, führe ich ein gesünderes Leben. Wenn ich den Jakobsweg gegangen bin, fühle ich mich sportlicher und auch spirituell inspiriert.

 

Geben Sie Ihren Träumen eine Chance, ein Ziel zu werden, das sie erreichen könnten. Wägen Sie Vor- und Nachteile ab, überprüfen Sie, wie sich Ihre möglichen Unternehmungen in Ihr Berufs- und Privatleben einfügen und welche Auswirkungen sie haben.

 

Und dann haben Sie sich entschlossen, das eine oder andere Ziel in Angriff zu nehmen. Herzliche Gratulation! Der Weg dorthin wird Ihr Leben positiv verändern!

 

Bedenken Sie aber, dass Ihr Ziel nicht hinter der nächsten Ecke auf Sie wartet und Sie mit Kaffee und Kuchen empfängt. Ziele wollen erreicht, zuweilen erobert werden, und oftmals ist es sehr schwer, überhaupt ins Tun zu kommen. Bekannte Ultra-Sportler erzählen davon, wie schwer sie es hatten und fanden, als sie sich entschieden, beispielsweise mit dem Laufen zu beginnen – um festzustellen, dass sie keinen einzigen Kilometer bewältigen konnten, ohne außer Atem zu geraten und Pause machen zu müssen. Doch sie gaben nicht auf, steigerten sich Schritt für Schritt und liefen (und laufen) nun hunderte und mehr Kilometer am Stück.

 

Der Weg ist das Ziel, weil sich auf diesem Weg immer wieder andere Ziele, Teilziele nämlich, befinden. Sie müssen nicht nächste Woche den höchsten Berg der Welt besteigen – Sie sollten sich langsam herantasten. Sie müssen nicht in einer Woche fünf Kilogramm abnehmen (das ist sogar schädlicher, als Sie denken!). Fangen Sie klein an, bevor Sie den Jakobsweg in Angriff nehmen. Soll heißen: Formulieren Sie Ihre Ziele, halten Sie daran fest, machen Sie aber wieder zwei Schritte zurück und beginnen Sie Ihren Weg dort, wo Sie gerade stehen! Dann macht der Pfad zum Ziel auch Spaß und ein gewisses Durchhalten ist auch gewährleistet.

 

Jeder noch so lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt, sagt ein chinesisches Sprichwort, und selbstverständlich ist das nicht nur wörtlich, sondern auch metaphorisch gemeint. Jedes Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn man sich auf den Weg macht. Wenn es dann einmal schwierig und herausfordernd wird, erinnern Sie sich daran, wie es am Start war, welches Gefühl Sie hatten und beantworten Sie sich selbst die Frage, warum Sie überhaupt mit dieser Unternehmung begonnen haben.

AUSGABE 2017|08

Ziele fangen weit vor
dem Weg zu ihnen an.

100 Seiten

21x29,5cm

Broschure, 4c, mit Interviews & Fachbeiträgen & Rezensionen

Preis: 4,90€

Verlag: egoth Verlag

Erschienen: März 2017

KAMPF GEGEN DEN KREBS

SÜSSER ALS LEIDENSCHAFT

SKN ST.PÖLTEN

S.90

S.78

S.72

Hier schließt sich der Kreis. Auf den Weg macht man sich nur, wenn aus Träumen Ziele geworden sind. Und Sie erreichen das Ziel nur, wenn die Visionen tief verankert in Ihnen schlummern und Sie selbst (und nicht Ihre Ehepartner, Freunde, Bekannten, Arbeitskollegen und so weiter) den inneren Drang verspüren, ebendiese Träume auch umsetzen zu wollen. Dann werden Sie Ihre Ziele auch erreichen! Wolfgang Fasching ist Ultra-Radsportler und gewann u. a. drei Mal das Race Across America, ist Bergsteiger und stand auf den „Seven Summits“, ist akademischer Mentalcoach und Lebensberater, hielt über 1500 Motivationsvorträge und Reden. Zuletzt erschien sein Buch „Die Kraft der Gedanken“.

www.fasching.co.at