BUCHPRÄSENTATION BEI THALIA

Zwischen den Jahren 2005 und 2013 war Fußball-Bundesligaprofi Dominique Taboga bei 14 Meisterschaftsspielen in Wettmanipulationen verwickelt. Soll heißen: Er bekam Geld dafür, um für das von der Wettmafia angeordnete Spielergebnis zu sorgen. Richtig viel Geld.

Doch Täter Taboga wurde letztlich selbst erpresst, sah keinen anderen Ausweg mehr als zur Polizei zu gehen und sich geständig und reuig zu zeigen. Damit half er bei der Aufklärung des größten Wettspielskandals in der Geschichte des österreichischen Fußballs. Doch so offenherzig Taboga vor Polizei, Gericht und in diesem Buch auch erzählt, immer legte und legt er großen Wert auf die Feststellung, dass er allein durch eigene Schuld auf die schiefe Bahn geraten war. „Ich hatte immer wieder die Möglichkeit, Nein zu sagen. Habe es nie getan. Meine Antriebsfeder? Leider eine ganz banale. Geld. Und ich bedauere zutiefst, was ich getan habe.“


Diese Offenherzigkeit zeigte Dominique Taboga auch gestern, Mittwoch, 15.2., in der Buchhandlung Thalia Wien Mitte, wo er zusammen mit egoth-Verlagsleiter Egon Theiner seine Autobiographie präsentierte.


Zur Sprache kam sein versuchter Selbstmord, falsche Freunde, die ihn in den Strudel der Wettmafia zogen, getürkte Spiele, die dennoch nicht das erwünschte Resultat brachten, und vieles mehr. Im Anschluss an die Buchpräsentation stand Taboga geduldig Rede und Antwort und erläuterte das Wie und Warum von Spielmanipulationen und was er sich von anderen Fußballern wünschten würde: „Wenn nur ein einziger aufgrund meines Buches sich nicht zur Korruption hinreißen lässt, hätte ich mein Ziel erreicht.“


In „Schweres Foul“ erzählt Taboga über sein Leben als Fußballprofi, über Schattenseiten wie Wettspielmafia, Schwarzgeld und Doping, über Ehe, Familie und Scheidung und darüber, was er gelernt hat. „Was ich gemacht habe, dass ich meine damalige Frau und meine Kinder in Gefahr gebracht habe, das werde ich mir nie verzeihen können. Ich war jung, naiv und deppert. Richtig deppert sogar. Irgendwie ist es ein Wunder, dass ich heute noch lebe.“


„Schweres Foul“ erschien im egoth-Verlag. 216 Seiten, Hardcover, mit Faksimiles aus den Akten und einer 32-seitigen Bildstrecke (4c) ISBN 978-3-902480-40-8, Euro 24,90


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