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WER HAT ANGST VOR DEM WEISSEN MANN?

November 21, 2018

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RAAM. COUNTDOWN TO HERE WE GO.

June 7, 2018

Ultra-Cycling-Star Christoph Strasser bloggt hier auf SPORTS AFFAIRS. Dabei schreibt er über das Race Across America (RAAM) und die damit verbundenen Herausforderungen, und über neue Projekte. Über sein Leben also.

Borrego Springs, Kalifornien. Ich sitze am Pool unseres Motels und sehe völlig entspannt der Sonne beim Untergehen zu. Die Haut brennt vom Hitzetraining, die Muskeln sind müde, aber mein Kopf ist erstmals seit langem völlig frei und aufs Wesentliche konzentriert. Ich bin fokussiert auf das große Rennen: Das RAAM startet in fünf Tagen, also am 12.6.

 

Die letzten Wochen vor der Abreise waren wie jedes Jahr eine Nerven- und Geduldsprobe, neben dem intensiven Training wurde Sabine und mir einiges abverlangt. Das Material musste zusammengetragen werden, Details mit Sponsoren und Ausrüstern waren zu klären, die insgesamt 350 kg schwere Ausrüstung (Lautsprecher, Kabel, Mischpult, Werkzeugkiste, Reservematerial für Bike und Auto, Zusatzscheinwerfer, Trinkpulver, Bekleidung, Team-Bekleidung, Funkgeräte usw.) musste verpackt und auf die Betreuer aufgeteilt werden. Das Ganze wird dann immer noch durch Interview-Anfragen von Medien, die in letzter Minute eintrudeln, verkompliziert, bzw. gibt es auch das eine oder andere Lieferproblem von Ausrüstern, sodass manche Pakete gar nicht mehr eintreffen, sondern gleich direkt in die USA geschickt werden. So hatte ich beispielsweise heute die Freude, ein nagelneues Scheibenlaufrad von Specialized in den Händen zu halten, und gleich im Training zu testen. Fazit: nicht nur schnell, sondern auch sehr hübsch anzusehen!

 

Kurzum: Es war Vorbereitungsstress pur, aber es ist jetzt geschafft. Jetzt bin ich ruhig und völlig bei mir, mein Tagesablauf reduziert sich auf Radfahren, Essen und Schlafen.

 

Sehr froh war ich in dem Moment, als ich mit Max und Hausi (mein Trainer und mein Fotograf) in L.A. mit unserem Gepäck gut angekommen bin und alle Räder den Flug heil überstanden haben.

 

Es ist übrigens keine gute Idee, wenn man einen Koffer zu wenig abholt und beim Rausgehen aus dem Flughafen bemerkt, dass ein Gepäckstück fehlt. Nochmals hineingehen, kurz erklären und per Ticket und Pass belegen was passiert ist, den Koffer vom Band nehmen - das funktioniert nicht. Es heißt vielmehr: lange abwarten, den katastrophal schlechten (und koffeinfreien) amerikanischen Kaffee trinken und warten, bis der Koffer beim Lost & Found Schalter abgegeben wird. So kann man sich den Tag auch vertreiben, der eigentlich durch die schnelle und angenehme Flugreise noch lang sein hätte können.