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EIGENTLICH IST IMMER WELTTAG DES BUCHES

April 23, 2019

Heute ist Welttag des Buches, und auch wenn es viel wichtigere Feier- und Erinnerungstage gibt, so berührt er mich dennoch - es ist ein Tag, in dem sich Kindheitserinnerungen aus der Vergangenheit, berufliche Herausforderungen der Gegenwart und hoffentlich auch die Zukunft mit all ihren Möglichkeiten treffen.

Noch heute, Jahrzehnte später, kann zwischen meiner Schwester und mir ein freundschaftlicher Streit darüber ausbrechen, wer denn nun von unseren Eltern welches Buch geschenkt erhalten hätte. Die knapp hundert Abenteuerromane von Karl May bekam ich zu allen möglichen Feiertagen und auch zwischendurch – bis auf eine einzige Ausnahme, „Der Schatz im Silbersee“ wurde meiner Schwester geschenkt. Die Jugendbücher von Auguste Lechner, Ilias, Odysseus, Nibelungen und so weiter wurden von mir, dann von ihr und nun von ihren Kindern gelesen. Wir wuchsen heran, wurden älter, gingen getrennte Wege – meiner führte mich in den Sportjournalismus, ihrer sie in die Medizin und dort in die Orthopädie -, doch wir verloren uns nicht aus den Augen. Auch unsere gemeinsame „Buch-Zeit“ verbindet.

 

Schreiben und Lesen gehören zu den wichtigsten Dingen in meinem Leben. Mit ihnen bin ich groß geworden. Vom Journalisten entwickelte ich mich zum Autor und wurde auch Verleger. Ich mache, was ich von Herzen liebe: mich mit anderen zu unterhalten und deren Geschichten aufzeichnen zu dürfen, Hilfestellungen zu geben im Verlags- und Buchwesen, Werke veröffentlichen, von denen ich überzeugt bin, dass sie es „wert“ sind. Jedes egoth-Buch landet in der der Deutschen und Österreichischen Nationalbibliothek und wird dort verwahrt wie ein Schatz. Also sollte es den physischen oder virtuellen Platz auch zu Recht einnehmen.

 

Das gedruckte Wort ist kraft- und wertvoll. Jeder/jede von uns hat schon einmal gelesen, in der Schule, in der Zeitung, in einer Broschüre (und ich lasse jetzt Twitter- und Whatsapp-Nachrichten bewusst außen vor). Lesen zählt zum wichtigsten Instrument für Meinungsbildung und Information, und nichts regt die eigene Phantasie mehr an, als in die Traumwelt eines Romans einzutauchen. Die „Winnetou“-Filme mit Pierre Brice in der Hauptrolle mögen Klassiker sein – doch an die Bilder in meinen Kopf reichten sie nicht heran.

 

Am Welttag des Buches steht mein Metier im Mittelpunkt, und ein Leichtes wäre es, an dieser Stelle all die Bücher anzupreisen, die ich in den letzten 20 Jahren geschrieben oder als Verleger begleitet habe. Doch mein Blick geht über mein wirtschaftliches Denken hinaus: Wichtig für mich ist, dass gelesen wird, egal was, egal aus welchem Verlag. Weil Lesen (also Weiterbildung und/oder Unterhaltung) einfach Teil unseres Lebens ist, oder sein sollte.

 

So gesehen ist für mich 365 Mal im Jahr Welttag des Buches, und meine Aufforderung, heute, morgen und jederzeit, lautet: Lesen Sie! Lesen Sie einfach nur!

 

Und hier fünf Buchtipps eines sportaffinen Verlegers

 

Hansjörg Auer, Südwand: Vom Free-Solo-Kletterer zum Profibergsteiger, Verlag: Malik, erschienen 2017. In memoriam eines der Größten seiner Zeit.

Adharanand Finn, Im Land des Laufens, Verlag: Malik-NG Taschenbuch, erschienen 2014.

Ein beeindruckendes Dokument über Kenias Wunderläufer.

Toni Innauer, Am Puls des Erfolgs, Verlag: CSV, erschienen 2010.

Allgemeingültiges eines Sport-Philosophen.

Günter Netzer, Aus der Tiefe des Raumes, Verlag: Rowohlt, erschienen 2004.

Ein Beispiel hoher Kunst des Schreibens.

Rudolf Caracciola, Mein Leber als Rennfahrer, Verlag: Im Deutschen Verlag, erschienen 1939. Das Sportbuch hat eine lange Tradition.

 

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